Nach 14 Monaten der Verhandlungen steht die Zukunft des professionellen Golfs auf der Kippe – wird der Sport endlich vereint, oder ist eine zersplitterte Landschaft unvermeidlich?
Die PGA Tour-LIV Golf Fusion-Saga zieht sich nun schon über ein Jahr hin, und während es vorsichtigen Optimismus gibt, bleibt die Zukunft weiterhin ungewiss. Aber eines wird immer klarer: die aktuelle Spaltung im Golf ist nicht nachhaltig.
Bei einer sehr erwarteten Pressekonferenz teilten zwei der einflussreichsten Persönlichkeiten des Sports – PGA Tour-Kommissar Jay Monahan und der vierfache Major-Gewinner Rory McIlroy – ihre Gedanken zu den laufenden Verhandlungen.
Und McIlroys Botschaft war klar: Das kann nicht ewig so weitergehen.
„Wir kommen alle bei den Major-Meisterschaften zusammen, und das war eine wirklich gute Sache, aber für beide Touren ist es nicht nachhaltig,“ sagte McIlroy, zitiert von SB Nation.
„Es ist nicht nachhaltig.“
McIlroys Entwicklung: Vom Anti-LIV zum Befürworter der Fusion
McIlroys Haltung zu LIV Golf hat sich dramatisch verändert. Einst einer der schärfsten Kritiker, hat der Nordire die Realität akzeptiert—LIV Golf wird nicht verschwinden.
„Ich war gegen vieles davon. Ich war gegen 54 Löcher, ich war in gewisser Weise gegen das Teamkonzept,“ gab McIlroy zu.
Doch jetzt, nach einem Schritt zurück und einer Neubewertung, erkennt McIlroy an, dass, ironischerweise, LIVs Auftreten den PGA Tour Spielern zugutekommen hat, indem es ihnen mehr Verhandlungsmacht gegeben hat.
„Wenn man sich ein wenig davon entfernt und das Gesamtbild betrachtet… haben wir alle davon profitiert.“
Gleichzeitig ist McIlroy sich der finanziellen Belastung bewusst, die dieser Kampf der PGA Tour auferlegt hat, was sie zwingt, externe Finanzierungen zu suchen, nur um wettbewerbsfähig zu bleiben.
„Ich bedauere einige dieser Entscheidungen auch, weil sie die Tour in eine Lage gebracht haben, in der sie finanziell belastet war, und sie Geld von anderswo suchen mussten, um zu versuchen, wettbewerbsfähig zu bleiben.“
Jay Monahan bleibt optimistisch—aber noch kein Deal
Während McIlroy nach einer Einigung ruft, gibt Jay Monahan noch keine Versprechen ab. Der Kommissar der PGA Tour hat Optimismus geäußert, ist sich jedoch auch voll bewusst, dass die Verhandlungen noch lange nicht abgeschlossen sind.
„Ich denke, man ist nie wirklich nah dran, bis es finalisiert ist,“ gab Monahan zu.
„Alles schreitet mit Tempo voran, und es gibt eine allgemeine Begeisterung, dieses [Geschäft] abzuschließen.“
Der Trump-Faktor: Kann saudischer Einfluss den Deal über die Linie bringen?
Eine große Unbekannte in dieser Fusion ist der ehemalige US-Präsident Donald Trump, der ein lauter Unterstützer der saudischen Investitionen im Golf ist. Trump, der mehrere LIV Golf-Events auf seinen Plätzen ausgerichtet hat, hat öffentlich erklärt, dass er an die langfristige Vision der Saudis für den Sport glaubt.
Da beide Seiten offen für eine Vereinbarung sind, ist die Frage nicht mehr ob die Fusion stattfinden wird—sondern wann.
Was kommt als Nächstes? Wird eine endgültige Vereinbarung erreicht?
Golf steht an einem Scheideweg. Die PGA Tour und LIV Golf müssen einen gemeinsamen Nenner finden—oder riskieren eine permanente Spaltung.
McIlroy fordert alle auf, voranzukommen.
„Ich denke, wir sind näher dran, eine Lösung zu finden, und hoffentlich können wir alle einfach weitermachen.“
Aber bis ein Vertrag offiziell unterzeichnet ist, wird die Spekulation weitergehen. Und mit den größten Namen im Golf, die genau beobachten, hängt die Zukunft des Sports in der Schwebe.
Wird 2024 das Jahr sein, in dem Golf endlich wieder vereint?