Der Australien Grand Prix 2024 erlebte George Russells erschreckenden Unfall im Turn 6-7 Komplex, der langjährige Sicherheitsbedenken im Albert Park neu entfacht hat. Russells zerstörtes Mercedes-Auto sprang nach dem Aufprall gegen die Barrieren zurück auf die Rennstrecke – ein Ergebnis, das zu einer noch katastrophaleren Kollision mehrerer Fahrzeuge hätte führen können.
Nun hat die FIA Maßnahmen ergriffen und kritische Sicherheitsmodifikationen für die Hochgeschwindigkeitskurvenfolge vor dem Rennen 2025 angekündigt.
Was ist im Albert Park passiert?
Russells Unfall ereignete sich, nachdem er von Fernando Alonsos frühem Bremsen überrascht wurde, was ihn zwang, in den Auslaufbereich zu fahren, bevor er gegen die Barrieren prallte.
Sein beschädigtes Auto sprang zurück auf die Strecke und schuf ein potenzielles Risiko für einen Sekundäraufprall für herannahende Fahrer.
Williams’ Alex Albon hatte ebenfalls am selben Ort einen Unfall während des Freien Trainings, was die Gefahren des neu gestalteten Turn 6-7 Layouts weiter verdeutlichte.
Vor der Veranstaltung 2024 wurden die Streckenmodifikationen verbreitert und beschleunigt im Bereich der Kurve 6-7, aber diese Änderungen erhöhten die Wahrscheinlichkeit von Hochgeschwindigkeitsunfällen.
Jetzt hat die FIA als Reaktion auf die Bedenken der Fahrer ein dreiäugiges Sicherheitsupgrade für 2025 eingeführt.
Neue Sicherheitsmodifikationen der FIA für Kurve 6-7
Die FIA bestätigte, dass sie die Vorfälle in Albert Park überprüft und in Zusammenarbeit mit den lokalen Rennveranstaltern mehrere wichtige Änderungen genehmigt hat:
Neugestaltung der Barrieren zur Verhinderung des Wiedereintritts auf die Strecke
- Die Barriere auf der linken Seite von Kurve 7 wurde neu positioniert, um das Risiko zu verringern, dass Autos zurück auf die Rennlinie prallen.
- Dies verhindert sekundäre Kollisionen, ein großes Anliegen nach Russells Unfall im Jahr 2024.
Überarbeitung des Randsteindesigns zur Verhinderung von Fahrzeuginstabilität
- Der Übergang von positiven zu negativen Randsteinen wurde eliminiert, wodurch die Möglichkeit entfernt wird, dass F1-Autos beim Überfahren der Randsteine instabil werden.
Erweiterte Kiesfalle für besseren Abfangschutz
- Die Kiesfalle erstreckt sich jetzt vollständig bis zum Rand der Kerbs, was verhindert, dass Autos unkontrolliert in Richtung der Barrieren rutschen.
- Dies sollte helfen, die Schwere von Unfällen in Kurve 6-7 zu reduzieren.
Stellungnahme der FIA zur Sicherheitsüberholung
„Nach einer Überprüfung der Veranstaltung des letzten Jahres im Albert Park wurden mehrere Änderungen an Kurve 6 und Kurve 7 in Zusammenarbeit mit der lokalen ASN und den Organisatoren des Grand Prix genehmigt.“
„Diese Änderungen wurden basierend auf dem Feedback der FIA-Sicherheitsabteilung nach ihrer laufenden Analyse aller Strecken sowie dem Input von Fahrern und Teams vorgeschlagen.“
„Sie zielen darauf ab, die Sicherheit zu verbessern und gleichzeitig die Kurvendynamik und aufregende Rennen aufrechtzuerhalten.“
Werden diese Änderungen funktionieren?
Die Modifikationen erscheinen gut durchdacht, um ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und dem hohen Geschwindigkeitsfluss von Albert Park zu finden.
Die Neugestaltung der Barrieren wird die Risiken sekundärer Kollisionen verringern.
Das Abflachen der Bordsteine wird für mehr Stabilität der Fahrer beim Verlassen von Kurve 6 sorgen.
Die Erweiterung der Auslaufzone bietet bessere Bremszonen für außer Kontrolle geratene Fahrzeuge.
Albert Park bleibt eine der technisch anspruchsvollsten Straßenrennstrecken im F1-Kalender, und diese Updates sollten einen besseren Schutz der Fahrer gewährleisten, ohne die aufregende Hochgeschwindigkeitseigenschaft der Strecke zu beeinträchtigen.
Fazit: Die proaktive Reaktion der FIA
Die Entscheidung der FIA, schnell zu handeln nach dem Unfall von Russell ist ein positiver Schritt zur Verhinderung zukünftiger schwerer Unfälle in Kurve 6-7.
Aber die große Frage bleibt: Werden die Änderungen ausreichen, um ähnliche Hochgeschwindigkeitsvorfälle im Jahr 2025 zu verhindern?
Mit Fahrer- und Teameingaben, die die Updates gestalten, gibt es Grund zu der Annahme, dass Albert Park jetzt sicherer sein wird—aber nur die Zeit wird zeigen, ob die Modifikationen ausreichend sind.